Mit Helmut Debus sehen und hören sie einen der eindrucksvollsten Songpoeten im europäischen Raum; er singt aussschließlich in Niederdeutscher Sprache (Plattdeutsch, Platt) - seiner Muttersprache. Plattdeutsch ist Helmut Debus´ "Universalsprache"; die von dem Künstler geschaffene Liedpoesie ist im besten Sinne "international".
In den mehr als 30 Jahren seines Schaffens sind bisher 17 LP´s/CD´s erschienen. Obwohl seine Lieder nie ein Massenpublikum erreichten, halten viele Helmut Debus für einen der bedeutensten "Singer/Songwriter" der Gegenwart.
Helmut Debus stammt von der Waterkant; er lebt unweit der Nordseeküste - viele seiner Lieder thematisieren das Zusammenleben der Menschen ebendort.
Das vorgetragene Lied ist bereits zwanzig Jahre alt, gehört dabei sicher zu den in jeder Hinsicht "elektrisierensten"
- und hat von seiner Aktualität nichts verloren.
You see and hear one of the most impressive songwriters in Europe with a song into Low German language (Niederdeutsch/Plattdeutsch); "Low German" is Helmut Debus´ "universal language". The song poetry created by this Singer/Songwriter is "international" in the best sense.
Text und Musik: Helmut Debus
- Aus der CD "Vullmaand & Morgenfloot" bzw.
der DVD "wiet buten" -
Songtext: - Wi seilt mit de Morgenfloot -
Laat up de Eer, in´n Kopp al Klock Twölf, n´oole Fro dreiht sik trurig in´n Wind, Stebel beevt noch, dit Land öövt "Vergeeten", un "Giftwulk" speelt buten een Kind. Numms will dat Enn, villicht is´t al Morgen - disse Roh, disse inslaapen Wuut.
Ik kann´t nich mehr höörn, wat se utwennig köönt, use Schree, deep binnen, will ruut.
Numms mehr glöwen, kien Tiet mehr to töwen, riet de Luuk´ up, de Seewind drifft goot. Mutt allns verswinnen (?), allns nee erfinnen, wi seilt mit de Morgenfloot
Wat is hier los, wat hört up, wat fangt an ? Faken, wenn narrns sik wat röögt. De verlaren Narr, steiht sik sülben in´n Wegg, un lacht luut, bit de Balkens sik böögt.
Jahrelang nadocht, wüllt wi nu nich mal danzen, un "Kloons" rin, un nich mehr ween´, de Wulf achter Gitter, loppt al lang hen un her, un mööwaakt fallt he vun de Been´.
Narrenspröök bi Nacht, egal well noch lacht, riet de Luuk´up, de Seewind drifft goot, de rode Pappnäs upsetten, nich mal Gott will us redden, wi seilt mit de Morgenfloot
Wi snackt, snackt un denkt, man wi lääwt dat nich. Na´n Heben to, un dicke Steerns freeten, ´k heff´t satt dit to sien, oder dat nich to sien, wieterseilen, wietersingen, un weeten -
Truur brennt dat Hart ut, un doch mööt we läwen, Schadden fallt deep in us rin. Läwen is Fahren, n´Oogenblick, un to kort, na´t Noordmeer to, den Anfang finnen.
Un numms mehr glöwen, kien Tiet mehr to töwen, riet de Luuk´up, de Seewind drifft goot, de rode Pappnäs upsetten, nich mal Gott will us redden, wi seilt mit de Morgenfloot.
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